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Irrenarzt empfiehlt: Zweimal täglich Rotlicht – Grünphasen beeinträchtigen Wohlbefinden

Psychedelic Power im Bischofswiesen-Stau

Stau in Bischofswiesen – Baustelle B20 Ortsdurchfahrt – Nachrichten aus BGL
Stau, Autos, Bremslichter. Warten. Warten. Und nochmal warten. Alltägliche Szenen im Bischofswieser Stau. (Foto-Montage: Redaktion/Federico Gambarini/dpa)

Das Warten hat ein Ende. Endlich ist es wieder rezeptfrei gratis erhältlich: Schowidastauze fix. Die Wirkung hält bis zu 40 Minuten an. Und ist dabei so einfach in der Anwendung. Einfach einmal morgens und abends nach Bischofswiesen fahren und sich das hoch dosierte Rotlicht gönnen. Risikopatienten sollten jedoch Grünlicht meiden.


Der renommierte Irrenarzt Prof. Sepp Hunklinger aus Engerting bei Truchtlaching hat im Auftrag der mobilen Fahrkultät der Hochgeschwindigkeitsschule Fahrweida in Sachsendi-Bloßnedanhalt im Sommer 2017 eine Langzeitstudie direkt im Stau durchgeführt. Das Ergebnis fasst er so zusammen: »Oreidig.«

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So reichten oft schon 20 Minuten im pathologischen Bischofswieser Stau, um bei den unfreiwilligen Studienteilnehmern extreme Symptome hervorzurufen: Übelkeit, Erbrechen, Schreikrämpfe, Weinkrämpfe, Erektionsschwäche, Kopfschmerzen, Bluthochdruck, Wahnvorstellungen und Unterzucker. Ein BMW-X6-Fahrer sei sogar suizidgefährdet gewesen. »Kannt aber a an seiner greißligen Dreckschleider lieng«, vermutet Prof. Hunklinger, der selbst einen Opel Omega, Baujahr 1997, fährt.

In seiner Studie hat der Irrenarzt zusätzlich die rezeptiv-kognitiven Folgen des Dauerstaus auf die Verkehrsteilnehmer erforscht. Prof. Hunklingers fachlich fundiertes Fazit lautet folgendermaßen: »astig.« So tragen rund 80 Prozent der Bischofswieser nur Kleidung mit Knöpfen, Kordeln und Klettverschluss. »Sie hom koan Bock auf des Reißverschlussverfahren«, so der Wissenschaftler. »Des homs no nia meng.«

Als Therapie gegen Hass, Frust und Unlust hat Prof. Sepp Hunklinger das autogene Training für Autofahrer entwickelt. Es umfasst drei Kraftpunkte, sogenannte Power Points:

  • Um eine sogenannte Bi-Schofswixie, also die Angst vor lebenslangem Stillstand, zu vermeiden, empfiehlt Dr. Hunklinger Folgendes: Konzentriert man sich lange genug auf die vorbeifahrenden Autos im Gegenverkehr, glaubt man irgendwann, dass man selbst vorankommt.

  • Starrt man lange genug auf die Bremslichter des Autos vor einem, wechseln sie die Farbe. Probanden berichten von einem Changieren zwischen Gelb und Orange. Nach über zehn Minuten können sie sogar schwarz wirken.

  • Unbedingt das sogenannte Grün-Stillstand-Paradoxon vermeiden. Es tritt ein, wenn die Ampel bei der Metzgerei Ehler Richtung Hallthurm seit 15 Minuten grün zeigt, aber man seitdem keinen Millimeter vorangekommen ist.

Christian Fischer