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Vorschau auf viele interessante Projekte

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Das Foto zeigt (v. l.) Manfred Kösterke, Josef Konhäuser, Alfred Spiegelberg, Gerti Leitenbacher, Franz Baumann, Sigrid Ackermann, Dr. Jürgen Duntze und Max Leonhard.

Bei der sehr gut besuchten Jahresmitgliederversammlung der ARTS Kulturfördervereinigung im Parkhotel Traunsteiner Hof konnte die 1. Vorsitzende Sigrid Ackermann neben Oberbürgermeister Manfred Kösterke und dem stellvertretenden Landrat Sepp Konhäuser auch drei neue Mitglieder begrüßen. In ihrer Eingangsrede verwies sie darauf, dass die erfolgreiche Arbeit der Kulturfördervereinigung nur möglich sei dank Bürgerinitiative, der finanziellen Unterstützung durch Sponsoren und der Mitarbeit der Künstler.


Oberbürgermeister Kösterke würdigte in seinem Grußwort das Engagement von ARTS, das uns erneut ein Jahr mit künstlerisch hochinteressanten Projekten bescheren würde. Höhepunkt seien dabei die Oberbayerischen Kulturtage vom 13. bis zum 20. Juli mit rund 100 Veranstaltungen, von denen 60 bis 70 allein in Traunstein stattfinden würden. Auch gelte es, die Planung für ein Kunst- und Kulturzentrum weiter voranzutreiben, die in Zusammenarbeit mit dem Architekten und der Regierung von Oberbayern im Lauf des Jahres Gestalt annehmen werde. Wobei man in ARTS einen verlässlichen Partner habe und auf weitere gute Zusammenarbeit hoffe.

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Stellvertretender Landrat Konhäuser schloss sich den Ausführungen Kösterkes an und meinte, es sei nun ein weiter Schirm gespannt, unter dem sich die vielfältigsten kulturellen Aktivitäten entfalten könnten, mit ARTS als der treibenden Kraft in Traunstein. Für das anlaufende Programm drückte er den Dank des Kreistages aus, einziger Wermutstropfen sei dabei, dass es mit der Kleinkunstbühne nicht so gekommen sei, wie von vielen erwartet.

In ihrem Rückblick auf die Aktivitäten des vergangenen Jahres hob Sigrid Ackermann einige Höhepunkte hervor: So hätten die Ausstellungen »Exlibris – Große Kunst auf kleinen Blättern« und »GRENZen erLEBEN Caritas Traunstein« ungewöhnlich großen Zuspruch erfahren, und auch die szenische Lesung »Michael Kohlhaas«, die Traunsteiner Sommerkonzerte und die Jahresausstellung des Kunstvereins Traunstein seien sehr erfolgreich gewesen. Nicht zu vergessen natürlich die ARTS Kulturförderpreisverleihung an Irmgard Thaler (Gesang) sowie an Lena Heller und Franziska Kreiß für ihr Ausstellungsprojekt im Kunstraum Klosterkirche.

Der Kassenbericht von Franz Baumann ergab für 2012 Ausgaben in Höhe von 18 075 Euro, denen Einnahmen in Höhe von 18 379 Euro gegenüberstanden, und somit ein Plus von 304 Euro. Der Kontostand zum 31. 12. 2012 betrug 10 502 Euro. Die Kosten der Festschrift zum 20-jährigen Bestehen von ARTS beliefen sich auf rund 5000 Euro, die überwiegend durch Spenden der Druckerei Miller, des Landkreises, der Kreissparkasse Traunstein-Trostberg sowie vieler weiterer Sponsoren gedeckt werden konnten. Die Finanzen seien also geordnet und das anstehende Jahresprogramm gut zu bewältigen, so Baumann. Und da sämtliche Verfügungen durch Satzung und Vorstand gedeckt waren, wurde der Vorstand einstimmig mit einigen Enthaltungen entlastet.

In ihrer Vorschau auf das Programm 2013 stellte Frau Ackermann u. a. »Hände hoch, Herr Brahms, Musikgeschichte der spannenden Art; kriminelle Komponisten, Diebe, Betrüger, Mörder …« mit dem VokalExpress Teisendorf und dem Bläserensemble Canzona à Cinque unter der Leitung von Stephan Hadulla vor, das Theaterstück »Leben bis Männer« von Thomas Brussig mit dem Schauspieler Johannes Lang und »Klavier trifft Kino«, bekannte Filmmusik, bei der im Hintergrund Ausschnitte der entsprechenden Kinofilme zu sehen sind. Ebenfalls stattfinden werde der überaus beliebte Seniorennachmittag, und auch das ARTS Kino in den Kinos am Bahnhof werde selbstverständlich weitergeführt.

Die Ausstellung ARTS Akzente wird dieses Jahr dem Künstler Heinrich Kirchner (1902-1984) und dessen Schülern Lothar Fischer, Paul Fuchs und Egon Stöckle gewidmet sein, gefolgt von der ARTS Kulturförderpreisverleihung am 11. Oktober im Traunsteiner Rathaus.

Anschließend stellte Patrick Pföß das Projekt »Klanglaufen durch Traunstein« vor, bei dem am 13. Juli 6 Musikerpaare (Instrument/Sänger) von der Pfarrkirche St. Oswald aus durch Traunstein laufen werden, wobei jedes Paar einen bestimmten Aspekt der Stadt (etwa Salz) repräsentieren würde. Nach einer Einführung um 10.30 Uhr geht es um 11.15 Uhr los, und da die Routen vorher bekanntgegeben werden, könne jeder je nach Kondition mitlaufen.

Letzter Programmpunkt war die Frage, wie es mit der Gestaltung des Kunst- und Kulturzentrums Klosterkirche weitergehen werde, nachdem die kürzlich erfolgte Entscheidung des Stadtrats, auf die geplante Kleinkunstbühne zu verzichten, viele Kunstfreunde sehr enttäuscht habe, wie Frau Ackermann anmerkte. Oberbürgermeister Kösterke hielt dagegen und kündigte an, dass man das Projekt auch ohne Kleinkunstbühne vorantreiben werde. Basierend auf der modifizierten Planung aus dem Preisträger-Entwurf würden Ende des Jahres die Ausschreibungen für konkrete Bauarbeiten erfolgen, wann diese dann beginnen würden, sei allerdings noch offen.

Am Rande der Versammlung stellte Silvia Nett-Kleyboldt das Projekt »Seniorenstudium – Regionalgeschichte zwischen Inn und Salzach« vor. Wolfgang Schweiger