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WM-Bronze für Johann Graßl

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Nach 21,1 Kilometern war es geschafft: Nordic Walker Johann Graßl aus der Strub sicherte sich bei den Weltmeisterschaften in Roding mit einer exzellenten Leistung die Bronzemedaille in der Klasse M 55 und den 19. Gesamtrang. Foto: privat

Berchtesgaden/Roding – Den größten Erfolg in seiner bisherigen Wettkampfkarriere als Nordic Walker konnte sich Johann Graßl am Samstag im oberpfälzischen Roding sichern. Bei den Weltmeisterschaften holte sich der Struber über die Halbmarathonstrecke von 21,1 Kilometern in der Klasse M 55 die Bronzemedaille. Im Gesamtklassement erreichte der gebürtige Ramsauer den hervorragenden 19. Platz.


257 Teilnehmer aus zehn Nationen begaben sich bei herrlichem Wetter und idealen Temperaturen auf die Halbmarathonstrecke von 21,1 km. Sieger wurde erwartungsgemäß Titelverteidiger Michael Epp aus Baden-Württemberg mit dem Streckenrekord von 2:02.26,9 Stunden. Der mehrfache deutscher Meister und Weltmeister deklassierte auch diesmal die Konkurrenz um knapp zwölf Minuten und gewann nebenbei mit seinem Verein MI-KA Sports auch die Mannschaftswertung. Zweiter wurde Österreichs Urgestein August Starzengruber, der mit seinen 62 Jahren der restlichen Konkurrenz keine Chance ließ und Erhard Raisle auf Rang 3 verwies.

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Bei den Damen siegte die Deutsche Meisterin Silvia Rose von MI-KA Sports mit einer Zeit von 2:24.58,1 Stunden, was sogar in der Männerkonkurrenz zum 14. Rang gereicht hätte.

Einen Achtungserfolg erzielte der für den Salzburger Klub RC Obus startende Johann Graßl aus der Strub mit dem 19. Gesamtrang in der allgemeinen Herrenklasse und dem 3. Platz in der Altersklasse M 55. Nach seiner persönlichen Bestleistung von 2:26.25,9 Stunden konnte sich der gebürtige Ramsauer erstmals die Nationalhymne vom Siegerpodest aus anhören. Insgesamt waren in dieser Klasse 29 Sportler an den Start gegangen.

Graßl, der in der heimischen Region zwischen Irrsee in Österreich und Schliersee in Bayern regelmäßig auf das Podium walkt, hatte sich ein Jahr lang intensiv auf dieses Ereignis vorbereitet. Das heißt: Sechs- mal in der Woche Trainingseinheiten zwischen 8 und 15 Kilometern, dazu an den Wochenenden die lokalen Wettkämpfe.

Nordic Walking, das im Wettkampfbereich immer populärer wird und seinen eigenen Regeln untersteht, findet immer mehr Anhänger. Bei der Sportart muss immer ein Fuß Bodenkontakt haben, und auch der Stockeinsatz muss stimmen. Auch der typische Geher-Schritt, den man bei Olympiaden und Weltmeisterschaften im traditionellen Gehen beobachten kann, ist nicht erlaubt. Nichteinhaltung der Regeln führt zu Strafminuten und schlimmstenfalls zur Disqualifikation.

Johann Graßl, der seinen Erfolg kaum glauben konnte, hatte mit einer Top-40-Platzierung in der allgemeinen Herrenkonkurrenz und einer Top-10-Platzierung in seiner Altersklasse geliebäugelt, was schon beachtenswert gewesen wäre. »Dieser Erfolg spornt mich für die weiteren Wettkämpfe umso mehr an«, war sein Kommentar. Sein nächstes größeres Ziel in der Einzelkonkurrenz ist der Wachau-Halbmarathon zwischen Spitz und Krems an der Donau im September. Dort möchte er die 2:25 Stunden unterbieten und erneut eine persönliche Bestleistung aufstellen.

Ergebnisse. Allgemeine Herrenklasse: 1. Michael Epp (MI-KA Sports) 2:02.26,9 Stunden, 2. August Starzengruber (Laufverein Straßwalchen) 2:14.21,5, 3. Erhard Raisle (MI-KA Sports) 2:16.15,9, 19. Johann Graßl (Strub/RC Obus) 2:26.25,9.

Allgemeine Damenklasse: 1. Silvia Rose (MI-KA Sports) 2:24.58,1, 2. Birgit Fakler (MI-KA Sports) 2:28.47,1, 3. Sabine Weber (Team Niedersachsen) 2:29.14,9, 21. Brigitte Stubner Hallein (RC Obus) mit vier Strafminuten 2:42.03,8.

Altersklasse M 55: 1. Reinhard Schemperle (Deutschland/ohne Verein) 2:24.23,9, 2. Ralf Maggrander (Udo´s Fitnessworld) 2:25.47,1, 3. Johann Graßl (Strub/RC Obus) 2:26.25,9. UK