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Pläne für neuen Olympiastützpunkt fertig

Berchtesgaden – Der Neubau des Olympia-Stützpunktes in Berchtesgaden kann starten, die Pläne sind fertig, der Kreistag hat am Freitag mehrheitlich zugestimmt. Für insgesamt 6,3 Millionen Euro werden Gebäude und Werkstätten abgerissen und neu gebaut, der Bob- und Schlittenverband für Deutschland beteiligt sich mit 1,4 Millionen Euro, den Rest von 4,9 Millionen Euro übernimmt der Steuerzahler. Gegen die Stimmen der Grünen und einer ÖDP-Stimme wurde der Neubau für 200 Sportler beschlossen.

  • Der eingeschossige Neubau des Regionalstützpunktes wird Werkstätten, Lager und Trainerbüros beherbergen. (Foto: Hudelist/Modell Riedl)

Bereits im Oktober letzten Jahres hat sich der Kreistag mehrheitlich für einen Neubau des Regionalstützpunktes Berchtesgaden ausgesprochen, schon damals gegen die Stimmen der Grünen und der ÖDP. Im März diesen Jahres wurde das Architektenbüro Armin Riedl aus Saaldorf-Surheim beauftragt, der am Freitag die ersten Pläne vorstellte. Seine einzige Vorgabe war, in allen Bereichen Holz einzusetzen, mit Ausnahme von Bereichen, die aus Brandschutzgründen aus Beton sein müssen. Landkreis-Kämmerer Albert Eglseer stellte den Kreisräten die aktuelle Kalkulation vor: Von den 6,3 Millionen Euro Gesamtkosten übernimmt der Bob- und Schlittenverband 1,4 Millionen Euro, der Rest kommt aus verschiedenen Steuertöpfen, und zwar 2,1 Millionen vom Bund, 1,9 Millionen vom Freistaat und 900 000 steuert der Landkreis bei. Der Kreis will seinen Anteil über ein Investitionsdarlehen mit einer Laufzeit von 20 Jahren finanzieren.

Ost-West-Nutzung

Architekt Armin Riedl stellte den U-förmigen Neubau mit Ost-West-Ausrichtung vor. So sind Werkstätten und Lager im Erdgeschoss, die Turnhalle wird umgebaut und soll dann auch die Physiotherapie aufnehmen. Im Obergeschoss sind die Sporträume sowie die Trainerbüros untergebracht. Die gesamte Baufläche ist 1 870 Quadratmeter groß, die Fläche der Gebäude 1 240 Quadratmeter. »Wir wollen von der jetzigen Zersiedelung zu einem kompakten Bau kommen, im Süden ist sogar noch viel Platz für Parkplätze oder einen späteren Weiterbau«, so Riedl.

»Sport in gewisser Weise doch eher gesund«

Rennrodler Georg Hackl eröffnete die Diskussion und las den Kollegen noch einmal seine Argumente für den Neubau vor. »Bereits im Oktober habe ich die Zustände in der sogenannten Werkstatt beschrieben, sie spotten jeder Beschreibung«. Dass von den gesamten Baukosten der Landkreis »nur 14,2 Prozent übernimmt« zeugt seiner Meinung nach davon, »wie ausgezeichnet der Landkreis verhandelt hat«. Hans Metzenleitner von der SPD bemühte die Vorbildfunktion des Landkreises, »der Klimaschutz muss mit Leben erfüllt werden, wir als Landkreis müssen hier Vorbild sein«. Außerdem »ist Sport in gewisser Weise schon eher gesund«, philosophierte Metzenleitner und sorgte für Gelächter im Kreistag. Gemeint war, so Metzenleitner nach der Sitzung, »das es ja wegen Dopings auch ungesunden Sport gibt«.

Gegen den Neubau sind die Grünen, »aus unserer Sicht ist es nicht Aufgabe des Landkreises, ein Olympiazentrum zu finanzieren«, so Edwin Hertlein, es gäbe viele andere Vereine im Landkreis, die sich über diesen Geldsegen freuen würden. Die Grünen stimmten dann am Ende erneut gegen den Neubau, genauso wie Agnes Thanbichler von der ÖDP. Michael Hudelist

Quelle: Berchtesgadener Anzeiger

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