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Gute Nachricht für Schmerzpatienten

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Der neue Chefarzt Dr. Juraj Artner hilft ab 1. August in der Kreisklinik Berchtesgaden Patienten mit chronischen Schmerzen. (Foto: Kliniken Südostbayern)

Berchtesgaden – Bei chronischen Schmerzen gibt es ab 1. August Hilfe in der Kreisklinik Berchtesgaden. Der neue Chefarzt Dr. Juraj Artner und sein interdisziplinäres Team bieten dann eine multimodale Schmerztherapie an. »Jeder Mensch erlebt den Schmerz anders«, erklärt der Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie sowie Spezielle Schmerztherapie. Eine »maßgeschneiderte« Behandlung sei daher für ihn und sein Team ebenso selbstverständlich wie sehr viel Zeit für jeden einzelnen Patienten.


Dr. Artner hat vor 13 Jahren bei der Kliniken Südostbayern AG seine Weiterbildung begonnen und zusammen mit Prof. Ekkehard Pratschke in der Kreisklinik Bad Reichenhall gearbeitet. Auch in der Kreisklinik Berchtesgaden ist der 40-Jährige kein Unbekannter. Hierher ist der Fachmann in Sachen Schmerztherapie nun zurückgekehrt. Dabei folgen ihm auch viele seiner bisherigen Patienten an seinen neuen Wirkungsort. »Man muss die Menschen mit ihrem Schmerz dort abholen, wo sie sind, sie führen und begleiten, ihnen in kleinen Schritten den Weg zurück ins Leben zeigen«, so Dr. Artner. »Um den Schmerz effektiv behandeln zu können, muss man nicht nur ihn, sondern auch den Patienten ganz genau kennen. Dabei gibt es neben der körperlichen immer auch eine seelische Ebene.«

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Viele Patienten des erfahrenen Schmerztherapeuten haben bereits eine lange Odyssee von Arzt zu Arzt hinter sich. Durch das spezielle Konzept der multimodalen Schmerztherapie kann jedoch auch bei diesen Patienten oftmals eine deutliche Verbesserung der Situation erreicht werden.

Der erste Schritt im Rahmen der Therapie beginnt mit einem ausführlichen Erstgespräch durch den aufnehmenden Arzt. Dabei erfolgt schon die Aufnahme im Rahmen der stationären multimodalen Behandlung in der Regel interdisziplinär. Denn Dr. Artner und sein Team aus Schmerztherapeut, Orthopäde, Neurologe und Psychiater, Psychotherapeutin, Physiotherapeuten, Ergotherapeut, Pflege und weiteren Teammitgliedern sehen den Patienten ganzheitlich. Sie treffen sich zweimal wöchentlich zum Austausch über die Therapiefortschritte jedes einzelnen Patienten. Eine gute Zusammenarbeit bestünde auch mit den Abteilungen Anästhesiologie sowie Innere Medizin.

»Die multimodale Schmerztherapie ist die intensivste Therapiemaßnahme in der Schmerzmedizin, und für viele chronische Schmerzpatienten optimal«, erklärt Dr. Artner. So eigne sie sich bei länger als sechs bis zwölf Wochen andauernden chronischen Schmerzen, bei einer begonnenen fach- oder hausärztlichen Behandlung, die nicht zu einer adäquaten Schmerzreduktion geführt habe, aber auch bei Schmerzeskalation, einer Ausbreitung der Schmerzen und wenn die Schmerzen den Alltag und das Leben des Patienten einschränken.

Indikationen sind zum Beispiel chronische Schmerzbilder wie Arthroseschmerz, degenerative Wirbelsäulenleiden, anhaltende postoperative Schmerzen, Nervenschmerzen oder Kopfschmerzen. Das für mobile Patienten geeignete Programm sei »hochintensiv, aber natürlich mit ausreichenden Erholungsphasen«, sagt Dr. Artner. Die Anzahl der Visiten wird den Bedürfnissen der Patienten angepasst. »Ich möchte den Patienten mindestens zweimal täglich sehen, um mir einen guten Eindruck von seinem Befinden zu verschaffen«, betont der Arzt. Neben der stationären Therapie bietet er zudem auch eine ambulante prästationäre Sprechstunde für Schmerztherapie an.

Zu seinem Umgang mit den Patienten gehöre auch, ihnen keine unhaltbaren Versprechen zu geben, so Dr. Artner. »Wir können natürlich nicht in jedem Fall versprechen, dass ein Schmerz völlig verschwindet«, sagt er. Bereits eine geringe Verbesserung des Schmerzlevels bedeute für den Alltag oftmals einen deutlich spürbaren Erfolg, auf den dann im weiteren Therapieverlauf aufgebaut werden kann. »Neben der Schmerzlinderung erfahren die Patienten durch unsere multimodale Therapie auch eine Erleichterung ihres Alltags, schlafen besser und haben wieder Freude an der Bewegung. All dies trägt zur Steigerung ihrer Lebensqualität bei.« Nähere Informationen gibt es unter der Telefonnummer des Sekretariats von Dr. Artner 08652/575200 oder unter www.kreisklinik-berchtesgaden.de. fb