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Die neuen Pumpen verbrauchen 30 Prozent weniger Strom.

Watzmann Therme nach "Runderneuerung" ab Montag wieder geöffnet

Berchtesgaden – Frische Farben, eine neue Sprudelliege und reduzierter Stromverbrauch. Die Watzmann Therme ist zwei Wochen lang »runderneuert« und aufgewertet worden. Ab Montag ist das Bad wieder geöffnet. Die Gäste werden künftig für einen Besuch allerdings ein wenig tiefer in die Tasche greifen müssen.


Während der zweiwöchigen Schließung hat man in der Therme fleißig gearbeitet. Neben den klassischen Ausbesserungsarbeiten, die bei jeder Revision anfallen, nutzte der Zweckverband Bergerlebnis Berchtesgaden, der Betreiber der Therme, die Zeit, um Energiesparmaßnahmen zu realisieren. So wurden Hocheffizienzpumpen und eine LED-Beleuchtung eingebaut. Die neuen schwarzen Pumpen unterscheiden sich nicht nur farblich von den alten blauen Pumpen, sondern vor allem durch ihre Energieeffizienz: Sie verbrauchen 30 Prozent weniger Strom. Insgesamt werden die Maßnahmen den Stromverbrauch der Watzmann Therme um zehn Prozent senken.

Trotzdem sieht sich der Verband angesichts der Preisentwicklung im Energiesektor gezwungen, die Eintrittspreise erstmals seit 1. Januar 2018 wieder anzuheben. Die Preissteigerung beträgt knapp zehn Prozent, bei den Familienkarten fällt sie geringer aus. »Als familienfreundliche Therme haben wir uns entschieden, die Preise der Familienkarten nur moderat anzuheben«, erklärt Michael Wendl, Geschäftsleiter Zweckverband Bergerlebnis Berchtesgaden.

Nicht nur optisch, sondern auch energetisch sinnvoll: Alle Duschen erhielten neue Duschpaneele, deren Duschköpfe das Wasser besser dosieren und somit sparsamer sind als die bisherigen Duschen.

Im Eingangsbereich der Therme wurden genauso wie im Solebereich ein Stockwerk höher die Pinsel geschwungen: Das bisherige Orange und Rot an den Wänden ist einer Kombination aus Weiß und Hellgrau gewichen. Wo bislang das alte Watzmann-Thermen-Logo und Bilder hingen, setzen nun Fototapeten mit Bildern der Berchtesgadener Berge und die Watzmann-Silhouette Akzente.

Die für Thermenbesucher sichtbarste Änderung ist die neue Sprudelliege. Statt einzelner Liegen erstrecken sich jetzt geschwungene Edelstahlrohre über die ganze Seite des Erlebnisbeckens. Eine heimische Metallbaufirma bog und schweißte die Rohre direkt vor Ort und montierte sie in das Becken. Die anatomisch gewölbte Konstruktion bildet eine einzige lange Liege und bietet mehr Menschen Platz als die bisherige Lösung.

Das 25 Meter lange Schwimm- und Sportbecken wurde komplett geleert, um in den Seitenwänden LED-Lampen anzubringen, die künftig unter Wasser leuchten werden. Die Umstellung auf die effizientere LED-Technologie erfolgte auch eine Etage höher auf der Sonnengalerie. Hier wurden die kugelförmigen Lampen gegen neue, energiesparende Exemplare getauscht.

Die Sicherheit der Thermenbesucher hat laut Zweckverband Bergerlebnis oberste Priorität. Mehrere Elektriker einer heimischen Firma erneuerten deshalb alle Rauchmelder und installierten eine neue Rauchabzugsanlage.

Ansonsten waren es klassische Revisionsarbeiten, die im Sole- und Erlebnisbereich durchgeführt wurden: Überlaufrinnen ausfugen, gebrochene Fliesen tauschen, Becken grundreinigen.

fb/red

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