Musikantenverein D'Bischofswieser spielte nach langer Zeit auf der Götschenalm

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Der 13-jährige Maxi Wassermann spielte auf der Ziehharmonika.
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Die Schuhplattler vom GTEV D'Watzmanner zeigten ihr Können. (Fotos: Bernhard Stanggassinger)

Bischofswiesen – Der Sänger- und Musikantenverein D'Bischofswieser durfte am vergangenen Sonntag im Biergarten der Götschenalm wieder einen musikalischen Gnotschaftsfrühschoppen abhalten. Vor Beginn der Veranstaltung wies der Vorsitzende Willy Ebneth eingehend auf die geltenden Corona-Bestimmungen hin.


Den musikalischen Auftakt machte die Musikkapelle Bischofswiesen mit einem Schützenmarsch, gefolgt von den Bischofswieser Alphornbläsern mit einer Weise und dem Oxn-Aug'n Trio mit dem Stück »Die Berge sind mein Zuhause«.

In seinen Grußworten betonte Sprecher Willy Ebneth die gute Zusammenarbeit mit den Wirtsleuten der Götschenalm, Regina und Robert, und bedankte sich dafür herzlich.

Als besonders bezeichnete Ebneth diesen Frühschoppen. Er ging ein auf Geschichte, Mundart und Kultur. Die Idee geht auf den Ehrenvorstand des Sänger- und Musikantenvereins Bischofswiesen, Sepp Stanggassinger, zurück. 2007 hat er den Gnotschaftsfrühschoppen zusammen mit der Musikkapelle Bischofswiesen und dem GTEV D'Watzmanner ins Leben gerufen. Ebneth erklärte den Gästen, was eine Gnotschaft ist und ging auf die geschichtlichen Aspekte ein. Darüber hinaus stellte Willy Ebneth auch den jüngsten Musiker Maxi Wassermann vor. Der 13-Jährige ist Solist mit seiner Ziehharmonika, er spielte den Walzer »Kugeln muss er«, das »Kastensteinerwand-Lied«, die »Pretuler-Polka« und »die Sternpolka«. Er hatte im Anschluss auch noch Auftritte mit den Schuhplattlern des GTEV D'Watzmanner. Diese plattelten die »Ambos Polka«, »Hackt's der Katz den Schwanz ab«, »s'Marschei«, den »Lamberger« und den »Schlechinger«-Plattler. »Dem Verein bedeutet die Jugend sehr viel«, sagte Vorstand Ebneth.

Willi Ebneth stellte auch die Musikkapelle Bischofswiesen vor, gegründet wurde sie 1953, aus dem Trachtenverein heraus. Kapellmeister ist seit 2014 Florian Lindner, welcher seit 2019 staatlich geprüfter Dirigent ist. Dafür gab es einen Sonderapplaus. Nicht mehr wegzudenken aus der Kulturszene sind die Bischofswieser Alphornbläser. Alois Biermaier, ein musikbegeisterter Schreinermeister und Alphornbauer, hat 1976 die Bischofswieser Alphornbläser gegründet. Ihr Bekanntheitsgrad ist enorm, sie haben auch schon vor Königen gespielt. Zum Frühschoppen spielte Alois Biermaier zusammen mit Maxi Fegg.

Ebneth stellte auch das Oxn-Aug'n Trio vor, welches 2020 ihr 30-jähriges Bestehen gefeiert hatte. Den Gästen erklärte Ebneth, dass »Oxn-Aug'n« auf Hochdeutsch »Spiegelei« heißt.

Anschließend gab es von den drei Musikanten was besonderes zu hören, sie spielten das »Goldried Potpourri«.

Zum Schluss sagte der Vorstand: »Sind wir froh, dass wir aus dieser Schockstarre heraus gekommen sind.« Es war ein Stück Normalität, ein »bäriger Frühschoppen«, bei dem auch das Wetter mitgespielt hat.

Bernhard Stanggassinger