Künftig mit dem Rad zur Ragert- und Stubenalm?

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Der Weg zur Blaueishütte wird künftig nur noch zu Fuß möglich sein. (Foto: Lena Klein)

Ramsau – Früh machte man sich im Nationalpark und im Landkreis Gedanken über das Radfahren in geschützten Zonen. Das Landratsamt Berchtesgadener Land erließ vor über 25 Jahren sogar eine »Verordnung über die Regelung des Betretens in Form des Radfahrens im Nationalpark Berchtesgaden«.


Wer außerhalb von Radwegen fährt, muss mit einem Bußgeld rechnen. »Die Praxis aber zeigt, dass in der Regel weder Bußgelder verhängt, noch häufigere Kontrollen durchgeführt werden«, sagte Ramsaus Bürgermeister Herbert Gschoßmann in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. »Es ist darum an der Zeit, die Verordnung zu ändern und der Realität anzupassen.« Diese Änderung muss letztlich das Landratsamt vornehmen.

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In Vorgesprächen mit dem Nationalpark, dem Landratsamt, dem Bund Naturschutz und auch der Gemeinde Schönau am Königssee habe man bereits versucht, einige Varianten zu überarbeiten.

Konkret geht es um die Strecken vom Hintersee durchs Klausbachtal bis zur Ragertalm sowie um den Weg bis zur Stubenalm und die Strecke zur Priesbergalm. Sie könnten für die Biker freigegeben werden, was aber durch eine Änderung der Radverordnung erwirkt werden müsse. Im Gegenzug solle dann der Weg zur Blaueishütte gänzlich für Radfahrer gesperrt werden, informierte Herbert Gschoßmann den Gemeinderat. Zwar gebe es bereits ein Verbotsschild, dort wo der Fußweg von der Forststraße abzweigt, doch besser wäre es, das Schild gleich unten am Parkplatz anzubringen.

Das Überhandnehmen von Bikes, vor allem von E-Bikes, auf geschützten Wegen macht auch vor dem Bergsteigerdorf Ramsau nicht halt. Entsprechend groß waren die Wortmeldungen aus dem Gemeinderat. Franz Schwab (CSU) etwa zweifelt daran, dass ein Verbot für Bikes auf einer vier Meter breiten Forststraße, wie etwa vom Hintersee zum Blaueisgletscher, von der Bevölkerung akzeptiert werde.

Den vollständigen Bericht lesen Sie in der Freitagsausgabe des Berchtesgadener Anzeigers (11. Dezember).

Gerd Spranger

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