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Kritik am Kongresshaus

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In der Kritik: das Kongresshaus in Berchtesgaden. Foto: Anzeiger/Pfeiffer

Berchtesgaden - Über 700 000 Miese pro Jahr macht das Kongresshaus. Für Werner Sliwa, Vorsitzender des Kur- und Tourismusvereins Berchtesgaden, ein Unding. »Da müsste mal ein richtiges Konzept und ein guter Internet-Auftritt her«, forderte er. Bürgermeister Rasp findet, dass ein so hohes Defizit pro Jahr nicht sein dürfe.


Auch wenn die Zahlen jedes Jahr aufs Neue erschreckend sind: »Wir können das Kongresshaus ja nicht einfach zusperren«, weiß Rasp. Deshalb muss jetzt erst einmal investiert werden, um das Haus zu modernisieren. Dafür sind sechs Millionen Euro eingeplant. 3,5 Millionen Euro müssen selbst finanziert werden, auf 2,5 Millionen Euro aus Fördertöpfen hoffen die Verantwortlichen.

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Das Kongresshaus war einst als Kongresszentrum angedacht. »Ein solches wird es aber nie werden.« Dazu fehlten dem Ort die entsprechenden nahe liegenden Hotels, die für ein Kongresszentrum notwendig sind. Mit dem Hotel »Edelweiß« sei es aber schon viel besser geworden. Das Haus habe sich als Unterkunft für Tagungsgäste etabliert.

Werner Sliwa forderte, in Zukunft Synergieeffekte zu nutzen und etwa die Kurdirektion oder die Berchtesgadener Land Tourismus GmbH (BGLT), die noch im Bahnhofsgebäude untergebracht ist, in das Kongresshaus zu verlegen. »Das würde im Zweckverband Mietkosten sparen«, so Sliwa. Nicht verstehen könne er es, dass man fremde Räumlichkeiten anmietet, wenn man doch selbst solche zur Verfügung stehen hat. Außerdem solle man sich bei den Verantwortlichen endlich darüber Gedanken machen, das Kongresshaus sinnvoll zu vermarkten. »Es gibt ja noch nicht mal einen Internetauftritt, der einfach zu finden ist und über den man das Kongresshaus buchen kann.«

Zum Thema Mieteinnahmen sagte Rasp, dass der Kongresshaus-Umbau die Generierung von Mieteinnahmen im Speziellen vorsehe. Die BGLT soll voraussichtlich in das Kongresshaus übersiedeln. »Zumindest befürwortet der Geschäftsführer Stefan Köhl einen Umzug«, so Rasp.

Deutlich forderte er Reformen in der Verwaltung des Zweckverbands Berchtesgaden-Königssee. Denn auch dort bestehe Nachholbedarf. Dass es bei der Vermarktung des Kongresshauses noch vieles zu tun gebe, erkannte Rasp auch. »Da muss noch einiges passieren.« Kilian Pfeiffer

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