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20 Jahre Bergopfer-Gedenkkapelle Kühroint

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Königssee: 20 Jahre Bergopfer-Gedenkkapelle Kühroint – Sanierung zum Jubiläum
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Die Bergopfer-Gedenkkapelle Kühroint wird zu ihrem 20-jährigen Bestehen umfassend saniert. (Foto: privat)

Schönau am Königssee – Die Bergopfer-Gedenkkapelle St. Bernhard auf Kühroint wird heuer 20 Jahre alt. Ein neuer Innen- und Außenanstrich sowie eine Behandlung der Holzteile war dringend nötig.


Die Kapelle auf Kühroint, in deren Innern auf großen Messingtafeln die verunglückten Bergsteiger in den Berchtesgadener Alpen eingraviert sind, ist in die Jahre gekommen. Ein großer Schneestock auf der Nordseite des Schindeldaches war vor einigen Jahren im Frühjahr abgerutscht und hatte den Blitzableiter und die Dachrinne aus der Verankerung gerissen.

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Seitdem stützen zwei Holzuntersteher die Nordseite ab. Auf der Südseite muss gesprungenes Fensterglas ersetzt werden. Ein kompletter Außen- und Innenanstrich war nötig, um das kleine Kirchlein in seiner idyllischen Lage zu erhalten.

Malermeister Markus Koll installierte für den Außenanstrich ein solides Gerüst, das er nach Fertigstellung des Anstriches dem Kunstmaler Claus Nowak zur Verfügung stellte, um einen langgehegten Wunsch der Kapellenerbauer zu erfüllen: eine Sonnenuhr an der Südostseite des Turmes. Sie wird von Heidi und Markus Amann, dem Gastronomenehepaar vom »Gasthaus St. Bartholomä« spendiert.

Außerdem wurden zur optischen Aufwertung Steine an die Ecken des Kirchleins gemalt. Diesen Kirchenschmuck findet man an vielen Kirchen im Alpenraum. Die Firma LKS baute eine neue Drainage rund um die Kapelle ein, die es vor Bodenfeuchtigkeit schützt. Im nächsten Jahr müssen die Schindeln auf der Südseite neu gedeckt werden. Viele von ihnen sind schon in marodem Zustand.

Am Samstag, 5. Oktober, findet um 11 Uhr die jährliche Bergmesse statt, bei der die traurige Liste der Todesopfer, die die Berchtesgadener Berge bereits gefordert haben, verlesen wird. Später werden die Namen und der Ort des Unglücks in die Messingtafel im Innern der Kirche graviert. fb