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Gebühren für Klinik-Parkplatz sorgen für Kritik und Parkchaos

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Berchtesgaden: Kreisklinik-Parkplatzgebühren werden günstiger und transparenter
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Um die seit 1. Januar zu bezahlenden Parkgebühren an der Kreisklinik Berchtesgaden zu umgehen, parken viele Autofahrer auf der Locksteinstraße. (Foto: Christian Wechslinger/Archiv)

Berchtesgaden – Der Parkplatz an der Kreisklinik in Berchtesgaden ist seit 1. Januar gebührenpflichtig. Den Besuchern und Mitarbeitern der Klinik stoßen allerdings die als unverhältnismäßig hoch erachteten Gebühren gehörig auf. So herrscht an der Locksteinstraße zu Stoßzeiten schon mal Parkchaos, denn viele Autos werden an der Straße abgestellt, um die Gebühr zu umgehen.


Eingeschaltet hat sich nun auch der »Förderverein der Freunde der Kreisklinik Berchtesgaden« mit der Vorsitzenden Ursula Deppisch-Roth. Mit einer Beschwerde trat sie an den Vorstandsvorsitzenden der Kliniken Südostbayern, Dr. Uwe Gretscher, heran. Ihren Unmut teilte sie auch Landrat Georg Grabner mit.

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Der »Förderverein Freunde der Kreisklinik Berchtesgaden« vermisst immer noch eine Information der Bevölkerung, auch seien die Parkgebühren in Berchtesgaden verhältnismäßig hoch.

Als Beispiel nannte Deppisch-Roth auch die Parkgarage im Markt Berchtesgaden, die zumindest die ersten 20 Minuten kostenlos anbiete. Damit müsse immerhin für kurze Erledigungen nicht bezahlt werden. Im Vergleich: Wer in Freilassing an der Klinik parken will, muss für eine Stunde einen Euro bezahlen. In Traunstein sind die Gebühren höher, allerdings wird dort auch ein überdachtes Parkhaus angeboten.

Deppisch-Roth habe man mitgeteilt, dass die »hohen« Parkgebühren tatsächlich nur für Fremdparker gelten, also beispielsweise für Wanderer, die den Parkplatz zweckentfremden würden. Patienten, Mitarbeiter oder Besucher würden einen niedrigeren Tarif bezahlen. Das Problem sei allerdings, dass dies nicht eindeutig aus der Beschilderung herauszulesen sei. Man arbeite aber daran, dies so schnell wie möglich zu verbessern.

Der Aufwand für die Parkplatzerweiterung sei aufgrund bestehender Auflagen unverhältnismäßig hoch gewesen, wofür es weder Fördermittel noch eine Refinanzierung gegeben habe. Insofern sehe man vonseiten der Kliniken Südostbayern diese moderaten Gebühren analog zu Traunstein als gerechtfertigt an. cw

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