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Fertigstellung erst im Winter 2021/22

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Das bestehende Gebäude soll nach der Fertigstellung als Bildungseinrichtung genutzt werden. (Foto: IfZ/wunschkind medienproduktion KG)

Berchtesgaden – Die Dokumentation Obersalzberg wird derzeit erweitert. Ende Januar 2019 informierte das Bayerische Bauministerium den Haushaltsausschuss des Landtags über eine Kostensteigerung von fast 50 Prozent auf 30 Millionen Euro. Nun kam es erneut zu Störungen im Planungs- und Bauablauf. Die Fertigstellung des Erweiterungsbaus war für Anfang 2021 geplant, inzwischen rechnet man damit, erst im Winter 2021/22 fertig zu werden.


Der Rohbau auf dem Obersalzberg ist fertiggestellt und bei entsprechenden Temperaturen im Frühjahr kann mit dem technischen Ausbau begonnen werden. Überlagert wird dieser Erfolg allerdings durch Störungen im Planungs- und Bauablauf. Durch den Tragwerksplaner wurden 2019 weitere Terminverzögerungen verursacht. Bereits letztes Jahr musste einem Ingenieurbüro gekündigt werden. Weitere Kündigungen von Planungsbeteiligten stehen an.

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»Zahlreiche vom zuständigen Bauamt in Auftrag gegebene Leistungen wurden entweder gar nicht oder schlecht erbracht. Deswegen haben wir nun die Reißleine gezogen. Aber auf dieses so wichtige Bauprojekt hat es leider sehr negative Auswirkungen«, macht Bayerns Bauministerin Kerstin Schreyer deutlich. »Wir werden nun umfangreiche personelle und organisatorische Maßnahmen festlegen und natürlich auch die verantwortlichen Planungsbüros für mögliche Mehrkosten in Regress nehmen.«

Der Vorsitzende des Haushaltsausschusses des Bayerischen Landtags wurde bereits über die Verzögerung der Fertigstellung informiert. Das Staatliche Bauamt Traunstein wird nun umgehend weitere Nachfolgebüros beauftragen, welche die fehlenden Leistungen erbringen und mangelhafte Leistungen überarbeiten werden. Die Ausstellung kann voraussichtlich erst im Winter 2021/22 eingerichtet und das Gebäude in Betrieb genommen werden. Parallel wird das Bestandsgebäude zu einer Bildungseinrichtung umgebaut. Auch die Auswirkungen auf den bereits angepassten Kostenrahmen in Höhe von rund 30 Millionen Euro müssen geprüft werden. Ziel bleibt, durch stringentes Regress- und Nachtragsmanagement weitere Mehrkosten zu vermeiden. fb

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