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Müllproblem und Parkplatz-Camper: »Viele benehmen sich halt nicht«

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Berchtesgaden: Müllproblem und Parkplatz-Camper wieder Thema im Gemeinderat
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Die Gemeinde Ramsau hat auf dem gemeindeeigenen Parkplatz an der Neuhausenbrücke ein Verbot für Wohnmobile erlassen. Der Platz wird gebraucht, damit die Eltern hier die Schulkinder absetzen und wieder abholen können. (Foto: Christian Wechslinger)

Berchtesgaden – Einfache Lösungen, um gegen die heuer besonders zahlreichen Parkplatz-Camper vorzugehen, gibt es laut Berchtesgadens Bürgermeister Franz Rasp nicht. »Diejenigen, die sich benehmen, sind auch nicht das Problem. Aber leider benehmen sich halt viele nicht«, sagte der Rathauschef am Dienstag im Marktgemeinderat Berchtesgaden.


Angeschnitten hatte das Thema diesmal Katharina Mittner (SPD), die von einem Müllproblem am Parkplatz Scharitzkehl sprach. Das Thema der Parkplatz-Camper, die auf öffentlichen Parkplätzen ihren Müll hinterlassen, beschäftige aktuell alle Kommunen mit starkem Ausflugsverkehr zwischen Berchtesgaden und Lindau, erwiderte Rasp. Die meisten von ihnen hätten einfach kein Interesse an einem Campingplatz, außerdem seien diese heuer fast alle voll gewesen.

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Der Parkplatz Scharitzkehl gehört laut Rasp zum Großteil dem Freistaat Bayern, der Parkplatz an der Roßfeld-Mautstelle Süd der Bundesrepublik Deutschland. »Und der Freistaat Bayern hat eine relativ liberale Einstellung zum Thema Aufenthalt in freier Natur.«

Das einmalige Übernachten sei ohnehin erlaubt, sagte Rasp. Ranger wie im Nationalpark könne man hier auch nicht einsetzen. Tätig werden könne man aktuell nur mit entsprechender Aufklärung und mit »netten Hinweisen«. Das gelte auch für die anderen Hotspots an der Zaunerbruck und auf dem Roßfeld.

Die Nachbargemeinden hätten dasselbe Problem, sagte Rasp und erwähnte den Parkplatz Roßboden am Almberg, wo alles mit Campern voll sei. Über die entsprechenden Internetportale ließen sich diese kostenlosen Übernachtungsmöglichkeiten problemlos finden. »Das Problem sind halt diejenigen, die Müll hinterlassen, Feuer und Party machen.« Es sei aber nicht einfach, dagegen vorzugehen, denn für Verbote seien strenge Maßstäbe anzuwenden. UK

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