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Josef Wenig für Freie Wähler im Rennen: Der Vereinsmensch, der nie Politiker werden wollte

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Berchtesgaden: Josef Wenig Bürgermeister-Kandidaten der Freien Wähler – Der Vereinsmensch, der nie Politiker werden wollte
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Sepp Wenig, Noch-Vorsitzender der Vereinigten Trachtenvereine, bewirbt für die Freien Wähler erstmals um das Bürgermeisteramt in Berchtesgaden. (Foto: privat)

Berchtesgaden – Eigentlich hatte Josef Wenig nach 30 Jahren seinen Abschied aus der Kommunalpolitik fest eingeplant. Doch jetzt will es der 62-jährige Auer, aktuell 3. Bürgermeister, noch einmal wissen.

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Als Kandidat der Freien Wähler tritt der Kongresshausleiter am 15. März zur Bürgermeisterwahl in Berchtesgaden an. Er kandidiert damit auch gegen seinen Spezl und Chef: den amtierenden Bürgermeister und TRBK-Vorsitzenden Franz Rasp.

Kandidaten-Steckbrief

Geboren: 30. Januar 1958 in Salzberg.

Familie: Verheiratet, Vater von zwei Söhnen.

Beruflicher Werdegang: Lehre zum Elektroinstallateur bei den Bayerischen Elektrizitätswerken; nach dem Wehrdienst acht Jahre beim Amt für Verteidigungslasten der US-Streitkräfte in Strub; ab 1989 beim damaligen Fremdenverkehrsverband als Elektriker im Kurhaus; seit 1995 als Technischer Leiter und seit 2008 Kongresshaus-Gesamtleiter bei der TRBK.

Ehrenamtliche Tätigkeiten/Hobbys: 1. Vorsitzender der SG Au, 1. Vorsitzender der Vereinigten Trachtenvereine des Berchtesgadener Landes; Bergsteigen, Skitouren, Radfahren, Fußball.

Überraschende Kandidatur

»Ich war eigentlich immer mehr Vereinsmensch als Politiker«, sagt Sepp Wenig. So ist er vor 30 Jahren auch über die Vereinsschiene in die Kommunalpolitik geschlittert. Ihm lag damals der Bau eines Sportplatzes für die Auer Jugend sehr am Herzen. Und Bürgermeisterkandidat Rudi Schaupp hatte Sepp Wenig geraten, als Gemeinderat zu kandidieren, weil sich dann solche Ziele leichter realisieren ließen. So kam es dann.

Josef Wenig scheint von seiner eigenen Kandidatur fast ein bisschen überrascht zu sein. Schließlich hatten schon viele der Freien Wähler wieder mit Michael Koller gerechnet. Weil der nun aber Landrat werden will, musste in der eigenen Gemeinde ein anderer ran – und der heißt nun Sepp Wenig. »Ich habe dabei nicht massiv angeschoben«, räumt der Auer ein. Doch er ist der Ansicht, dass die Freien Wähler einen Bürgermeisterkandidaten brauchen, »wenn sie weiterhin einen Führungsanspruch erheben wollen«.

Über die folgenden Themen haben wir mit dem Kandidaten ausführlich gesprochen – denn sie sind ihm auch in den kommenden sechs Jahren besonders wichtig:

  • Starken Tagestourismus besser lenken
  • Vergünstigungen für Einheimische und Touristen mit Kurkarte
  • ÖPNV-Initiative aus Schönau am Königssee unterstützen
  • Verbesserungen in der Berchtesgadener Land Tourismus Gesellschaft (BGLT) oder Alleinvermarktung
  • 800 .000-Euro-Minus des AlpenCongress
  • Forderung nach mehr Hotels in Marktnähe und im gehobenen Segment 

Das vollständige Interview lesen Sie in der Printausgabe vom 12. Februar (oder im E-Paper).

Zurück zur Kandidaten-Übersicht: Im Porträt! Wir stellen die Bürgermeister-Kandidaten vor

Live-Ergebnisse am Wahlabend

Wir werden am Abend des 15. März natürlich wieder live alle Wahl-Ergebnisse aus den Landkreisen Berchtesgadener Land und Traunstein veröffentlichen.

red/Ulli Kastner

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